Projektgruppe Smart Grids

Die Projektgruppe Smart Grids am Fachbereich EIT der Hochschule Darmstadt behandelt seit 2006 unterschiedliche Fragestellungen zu intelligenten Versorgungsnetzen der Zukunft. Dabei stehen Auswirkungen der Energiewende auf die Stromnetze und der Wandel zu einem intelligenten Stromnetz der Zukunft im Vordergrund.

Unsere Kooperation

In Kooperation mit unterschiedlichen Partnern aus der Wirtschaft ist der Fachbereich EIT regelmäßig in verschiedene Forschungsprojekte involviert (Aktuelle Forschungsaktivitäten).

Netzsimulations- und Trainingssystem

In Kooperation mit der IDS GmbH und der Entega AG betreibt die Hochschule Darmstadt ein Netzsimulations- und Trainingssystem zum Betrieb von Stromnetzen. Seit Jahrzehnten wird der Netzsimulator am Fachbereich EIT weiterentwickelt, wodurch aktuelle Netzbetriebsproblematiken und neue Anforderungen an Smart Grids den Studenten der Hochschule Darmstadt in praktischen Übungen vermittelt werden können. Darüber hinaus führt die Hochschule Darmstadt regelmäßig Schulungen von Betriebspersonal in Zusammenarbeit mit der BDEW Akademie durch.

Smart Grids-Kern der künftigen Stromversorgung sind alle Technologien, die aktiv dazu beitragen hohe Anteile Erneuerbarer Energien in die Stromnetze zu integrieren. Dazu zählen unter anderem:
•    Intelligent gesteuerte Verbraucher
•    Intelligent gesteuerte Erzeuger
•    Energiespeicher
•    Smart-Meter
•    Regelbare Ortsnetztransformatoren
•    Micro-Grids
•    Flexibel AC Transmission Systems (FACTS)

Die Prognose der Erzeugung und Last ist ein erster, wichtiger Schritt. Längerfristige Vorplanungen werden kurzfristig aktualisiert, beispielsweise 24 Stunden im voraus. Dabei werden veränderte Kundenstrukturen, das Verbrauchs-verhalten, Wettereinflüsse und andere stochastische Größen mit berücksichtigt. Zur Lastprognose dienen neben aktuellen Prozessdaten auch historische und synthetische Lastprofile. Prognoseverfahren auf Basis künstlicher neuronaler Netz berechnen die Lastprofile typischerweise auf 95% genau oder besser. Die Erzeugungsprognose ist schwieriger, da die Wind-, Wasser- und Solarenergie fluktuierenden Wetterbedingungen und lokalen Einflüssen unterliegt.

Die Energie aus regenerativen Quellen steht nicht immer zur Verfügung und Prognosefehler sind aufzufangen. Speicher helfen, Energie zu puffern und im Bedarfsfall zur Verfügung zu stellen. Pumpspeicherkraftwerke werden bereits eingesetzt, sind aber nicht überall möglich. Für Speicher sind noch Entwicklungsarbeiten zu leisten.

Die Forschungsgruppe Smart Grids beschäftigt sich mit der Anwendung von Lithium-Ionen-Speichern und deren Einbindung in Verteilnetze.

DSM bedeutet Steuerung des Kunden-Lastverbrauchs. DSM stellt eine weitere Möglichkeit zum Ausgleich von Erzeugung und Last durch dynamische Tarife bereit. Bei Energie-überschuss soll ein Niedrigtarif den Verbrauch anregen, bei Engpässen ein Hochtarif den Verbrauch drosseln und zeitlich verschieben.

Die Forschungsgruppe Smart Grids beschäftigt sich u.a. mit dezentralen Flexibilitätshandelsplätzen und Produkttypen zur Vermarktung von Flexibilitäten im Stromnetz.

Kontakt

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Herr Lukas Glotzbach
+49.6151.16-38461
lukas.glotzbach@h-da.de
Herr Hann Ruppert
+49.6151.16-37792
hann.ruppert@h-da.de

Weitere Mitarbeiter

Die Projektgruppe wird regelmäßig durch studentische Hilfskräfte aus den Fachbereichen Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik, Wirtschaft u.a. unterstützt.

Publikationen

Hier finden Sie alle Veröffentlichungen der Projektgruppe SmartGrids seit 2006. Einige der Beträge sind online zum Download im PDF-Format verfügbar, klicken Sie dazu bitte auf den Link unter der jeweiligen Publikation.