Netzdarstellung auf dem Monitor mit Fernwirkeinheit ACOS 750 (links im Bild) Ausschnitt aus einem Lastgang eines Hauses Gestartet wurde mit Topologie 1 „Land“. Auf dem Bild sieht man das Beispiel einer Messung über zwei Stunden lang. Zu sehen ist ein Sprung in der Lastkurve, davor hat sich der Batteriespeicher mit PV-Strom geladen, danach wurde der PV-Strom wieder eingespeist und die Leistung steigt an. Nach „Land1“ werden noch weitere 6 Topologien getestet: Land 2, Dorf 1 + 2, Vorstadt 1 + 2 und Stadt. Die hessischen Gemeinden können eindeutig nach ihren Gemeindeschlüsseln identifiziert werden. Um das Bundesland aussagekräftig darzustellen, wurden mit Hilfe der Hessischen Gemeindestatistik die einzelnen Gemeinden anhand ihrer Einwohner-Arbeitsplatzdichte gewichtet und einem Verdichtungsraum zugeordnet. Dadurch lassen sich Datensätze aus Hessen in die Labortopologien Land, Dorf, Vorstadt und Stadt klar einteilen. Der Schwerpunkt bei der Erstellung der Energie-Szenarien lag auf der technischen Umsetzung der Energiepolitischen Ziele auf Verteilnetzebene. Zum Smart Grid LAB Hessen Szenarienkatalog Strahlende Gesichter bei der öffentlichen Vorstellung des Reallabors (von links): Thomas Blumenthal (QGroup), Matthias Pfeffer (Ingenieurbüro Pfeffer), Staatssekretär Jens Deutschendorf (Hessischen Wirtschaftsministerium), Prof. Dr. Ingo Jeromin (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Peter Birkner (House of Energy), Dr. Ralf Bucher (Tractebel), Heinz Saure (JEAN MÜLLER) Foto: Milton Arias Foto: Milton Arias Kontakt House of Energy Marketing Ivonne Müller Universitätsplatz 12, 34127 Kassel Tel: 0561-51005-325 E-Mail: i.mueller@house-of-energy . org Projekt Anja Schaldach Universitätsplatz 12, 34127 Kassel Tel.: 0561-51005-336 E-Mail: a.schaldach@house-of-energy . org Das House of Energy e. V. mit Sitz in Kassel versteht sich als „Denkfabrik“, die von Wirtschaft, Wissenschaft, Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie der hessischen Landesregierung getragen wird. Es arbeitet transdisziplinär und unterstützt die Energiewende in Hessen konzeptionell und wissenschaftlich. Als Kompetenzzentrum, Kommunikations-, Koordinations- und Wissenstransferplattform initiiert und begleitet das House of Energy zukunftsweisende Projekte mit technologischem Schwerpunkt. Es ist das erste mit EU-Mitteln geförderte Innovationscluster Hessens. www.house-of-energy.org Die Hochschule Darmstadt (h_da) gehört zu den größten deutschen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Sie bietet ihren mehr als 16.500 Studierenden ein Angebot von gut 70 Bachelor-, Diplom- und Master-Studiengängen mit vielfach selbst wählbaren Schwerpunkten sowie die Möglichkeit nach eigenem Recht an den Promotionszentren der h_da oder auch in Kooperation mit Partner-Universitäten zu promovieren. Die Ausrichtung in Forschung und Lehre liegt in den Ingenieurwissenschaften, in Naturwissenschaft und Mathematik, Nachhaltigkeitswissenschaften, Informationswissenschaft und Informatik, Wirtschaft, Gesellschaft und Soziale Arbeit sowie Architektur, Medien und Design. Mehr als 350 Professorinnen und Professoren bringen Erfahrungen und Kontakte aus eigener Berufspraxis mit. www.h-da.de Das Ingenieurbüro Pfeffer ist spezialisiert auf die Planung, Projektierung und den Vertrieb von Transformatorenstationen und Schaltanlagen für Verteilnetzbetreiber und Industrie. Ganzheitliche Lösungen für den konventionellen und intelligenten Netzausbau sind die Herausforderung und das Ziel des Unternehmens. 45 Jahre Projekterfahrungen, enge Partnerschaften mit namhaften Komponentenherstellern und wissenschaftliche Zusammenarbeit sind dabei die Grundlage jeder Lösung. Das Ingenieurbüro Pfeffer ist zudem kompetenter Berater und Partner für alle, die sich den Herausforderungen in intelligenten Stromnetzen stellen müssen. www.ipi-online.de JEAN MÜLLER ist ein führender Anbieter von sicherungsbehafteten, vernetzungsfähigen Schaltgeräten und Systemen, Energiedaten-Visualisierung, Sicherungen und Gehäusetechnik für die Niederspannungsverteilung. Dienstleistungen, Software und APPs runden das Angebot ab. Am Stammsitz Eltville im Rheingau entwickeln und fertigen über 600 Mitarbeiter Geräte und Systeme für Energieversorger, Schaltanlagenbauer, Industrie- und OEM-Kunden. Der Vertrieb erfolgt weltweit mit eigenen Niederlassungen in Europa, Asien und Ozeanien. Die Produkte erfüllen höchste Ansprüche hinsichtlich der Personen-, Bedien- und Betriebssicherheit. Dabei werden Anforderungen des Umwelt-, Arbeits- und Gesundheits-Schutzes, der Nachhaltigkeit und der Informationssicherheit umfänglich mit einbezogen. JEAN MÜLLER arbeitet national und international aktiv in Normungsgremien, Arbeitskreisen und Pilotprojekten an der Gestaltung der Energiewende mit. www.jeanmueller.de Die QGroup ist ein Sicherheitsunternehmen mit ausgeprägten Wurzeln im Bereich der militärischen Informationssicherheit und Cyber-Resilienz. Wir sind intensiv im behördlichen und militärischen Bereich aktiv. Dabei unterstützen wir national und international Sicherheitsbehörden und Militär unter anderem mit eigenen Produkten wie der QTrust-Produktlinie. Neben dem Public Sector und KRITIS unterstützt die QGroup auch Unternehmen und Organisationen in anderen Segmenten ganzheitlich in Fragen der Cyber-Resilienz. In den letzten Jahren kamen zum Kernbereich weitere Fähigkeiten in den Bereichen Forschung und Wissenschaft, Incident Response und Produktsicherheit von IT-Produkten hinzu. Die QGroup betreibt ein renommiertes Security Operations Center und unterstützt ihre Kunden 24x7 bei der Abwehr von Cyber-Angriffen. Dabei ist der Schutz der freiheitlich demokratischen Grundordnung besonderer Antrieb und Motivation des Unternehmens und Ihrer Mitarbeiter. Die QGroup GmbH ist qualifizierter APT-Response-Dienstleister des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und wird von diesem auch für die besonders »sensiblen« Fälle im Bereich Cyber-Kriminalität empfohlen. www.qgroup.de Tractebel bietet als aktiver Treiber der Energiewende umfassende Engineering- und Beratungsleistungen über den gesamten Lebenszyklus seiner Projekte, einschließlich Entwicklung und Projektmanagement. Als eine der größten Ingenieurgesellschaften der Welt mit mehr als 150 Jahren Erfahrung ist es unsere Mission, die Welt von morgen aktiv mitzugestalten. Mit rund 5.000 Experten und Niederlassungen in 33 Ländern erarbeiten wir multidisziplinäre Lösungen in den Bereichen Energie, Wasser und Infrastruktur. Im Dezember 2014 hatte Tractebel mit Sitz in Brüssel die Lahmeyer Gruppe erworben, 2019 hat sich Lahmeyer International in Tractebel Engineering GmbH umbenannt. www.tractebel-engie.de Hochrangige Delegation aus Südkorea besucht das Smart Grid LAB Hessen. Betonbau Messe Zukunftssicher - Die Energiewende von morgen gestalten 6. Fachforum Energiewirtschaft mit Hausmesse | 22.09.2022 | Waghäusel Thomas Blumenthal, Geschäftsführer QGroup, beim Security Workshop im April 2022. Bild: ©HoE Zum Smart Grid LAB Hessen Szenarienkatalog (PDF zum Download) Im Katalog wird auch der Laboraufbau beschrieben. Auch findet man dort begriffliche Definition, Infos über Lastkurven und Durchdringung sowie den Energierahmen, der den übergeordneten Ausbau-Stand und die energiepolitischen Ziele zeigt. Smart Grid AI: Maschinelles Lernen in Smart Grid-Anwendungen Weitere White Papers finden Sie unter Projekt . Smart Grid AI: Energieprognose mit maschinellem Lernen Weitere White Papers finden Sie unter Projekt . Smart-Grid Komponenten: Funktionalitäten und Nutzen Weitere White Papers finden Sie unter Projekt . Hielten beim Netzwerktreffen zukunftsweisende Vorträge (von links nach rechts): André Baier (Fraunhofer IEE), Sophia Pfeffer (h_da), Till Neukamp (h_da), Corinna Kratzke (Bürgerdialog Stromnetz), Manuel Müller und Timm Eberwein (beide EAM Netz). Bild: ©HoE Kassel, 10. Dezember 2020 Das House of Energy hat gemeinsam mit seinen Mitgliedern ein weiteres realitätsnahes Labor ins Leben gerufen. Unter Leitung der Hochschule Darmstadt erforschen und testen die Projektpartner Ingenieurbüro Pfeffer, JEAN MÜLLER, QGroup und Tractebel in den nächsten drei Jahren verschiedenste Szenarien des Energiesystems der Zukunft im Smart Grid LAB Hessen. Das EFRE-geförderte Projekt mit gleichnamigem Titel und einem Volumen von über drei Millionen Euro startet den Aufbau eines Labors mit intelligentem Stromnetz (Smart Grid) auf dem Gelände des Ingenieurbüros Pfeffer in Rödermark. Geschäftsführer Matthias Pfeffer ist stolz auf das Projekt im eigenen Haus: „Dass das Smart Grid LAB Hessen bei uns projektiert und errichtet werden darf, zeichnet unser Unternehmen für seine Fortschrittlichkeit aus, denn wir werden einen großen Teil unserer eigenen Infrastruktur zur Verfügung stellen.“ Das Smart Grid LAB wird errichtet, um aktive Steuerungsverfahren im intelligenten Stromnetz und alle erforderlichen Funktionalitäten unter Praxis-Bedingungen zu testen. Im Projekt werden verschiedene Szenarien entwickelt, unter denen das Smart Grid LAB betrieben wird. Dazu gehört die Zunahme erneuerbarer dezentraler Stromerzeugung ein höherer Strombedarf z.B. durch mehr Elektromobilität und Wärmepumpen die Etablierung von Prosumern mit und ohne Speicher Aus den Szenarien abgeleitet, sollen verschiedenste Fragen beantwortet werden: Wie kann das Stromnetz stabil gesteuert werden, wenn an Tagen mit geringer Stromerzeugung viele Kunden ein Elektrofahrzeug laden wollen? Wie kann das Netz stabil gehalten werden, wenn dynamische Elemente (z.B. Speicher) ausfallen? Bis in welche Höhe können dynamische Netzelemente Spitzen und Dauerlasten kompensieren? Was geschieht, wenn wichtige Mess- und Steuerkomponenten gestört sind? Wie kann Hackern begegnet werden? Die Hochschule Darmstadt, die als Konsortialführer diese zukünftigen und typischen Verbrauchs- und Erzeugungsszenarien entwickeln wird, freut sind über die Bewilligung: „Wirtschaftliche, dynamische und sicherheitstechnische Aspekte des Smart Grids zu optimieren und die Ergebnisse für reale Netze aufzubereiten ist für uns eine Aufgabe, die Smart Grids in der Anwendung zukünftig einen großen Schritt weiterbringen wird“, ist Prof. Dr. Ing. Ingo Jeromin, Leiter des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz überzeugt. Aus den Ergebnissen werden Voraussetzungen für den Einsatz in einem realen hessischen Verteilnetz abgeleitet. Im Rahmen des Projektes wird das Smart Grid ganzheitlich aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Das elektrische Netz ist aus Betriebsmitteln öffentlicher Netze aufgebaut. Alle Energiequellen und Verbräuche sind realen Vorbildern nachempfunden. So können gefahrlos auch herausfordernde Netzsituationen nachgebildet werden. Hessische Experten aus den Bereichen Forschung, Engineering, IT-Sicherheit und Herstellung elektrotechnischer Schalt- und Mess-Komponenten werden in dem Projekt interdisziplinär zusammenarbeiten. Der Projektpartner und Komponenten-Hersteller JEAN MÜLLER integriert Niederspannungsschaltgeräte in die Smart-Grid-Infrastruktur. Der Multilevel Security Hersteller QGroup GmbH betrachtet die Resilienz und Segregationsanforderungen hinsichtlich der IT/OT Versuchsstellungen, der eingesetzten Betriebsmittel, ihrer Vernetzung und Steuerung über Sicherheitsgrenzen. So können Risiken im Falle eines Cyberangriffs nicht nur reduziert, sondern auch wirksam eingeschränkt werden. Darüber hinaus wird der Projektpartner Tractebel seine Erfahrungen mit Szenarien aus internationalen Energieinfrastruktur-Projekten einbringen und die Übertragbarkeit des Smart Grid LABs Hessen auf nationalen und internationalen Kontext gewährleisten. Ergänzend werden Unternehmensvertreter aus den Gebieten Energieversorgung und Netzbetrieb, technische Überwachung und Zertifizierung, Personensicherheit und Energierecht, einen wissenschaftlich-technischen Beirat bilden und beratend im Projekt mitwirken. Der Projektbeirat wird vom House of Energy etabliert und moderiert. Kontakt House of Energy Ivonne Müller Universitätsplatz 12 34127 Kassel Tel.: 0561 510 05-325 i.mueller@house-of-energy . org Das House of Energy e. V. mit Sitz in Kassel versteht sich als „Denkfabrik“, die von Wirtschaft, Wissenschaft, Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie der hessischen Landesregierung getragen wird. Es arbeitet transdisziplinär und unterstützt die Energiewende in Hessen konzeptionell und wissenschaftlich. Als Kompetenzzentrum, Kommunikations-, Koordinations- und Wissenstransferplattform initiiert und begleitet das House of Energy zukunftsweisende Projekte mit technologischem Schwerpunkt. Es ist das erste mit EU-Mitteln geförderte Innovationscluster Hessens. Die Hochschule Darmstadt (h_da) gehört zu den größten deutschen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Sie bietet ihren mehr als 16.000 Studierenden ein Angebot von gut 70 Bachelor-, Diplom- und Master-Studiengängen mit vielfach selbst wählbaren Schwerpunkten sowie die Möglichkeit nach eigenem Recht an den Promotionszentren der h_da oder auch in Kooperation mit Partner-Universitäten zu promovieren. Die Ausrichtung in Forschung und Lehre liegt in den Ingenieurwissenschaften, in Naturwissenschaft und Mathematik, Nachhaltigkeitswissenschaften, Informationswissenschaft und Informatik, Wirtschaft, Gesellschaft und Soziale Arbeit sowie Architektur, Medien und Design. Mehr als 300 Professorinnen und Professoren bringen Erfahrungen und Kontakte aus eigener Berufspraxis mit. www.h-da.de Das Ingenieurbüro Pfeffer ist spezialisiert auf die Planung, Projektierung und den Vertrieb von Transformatorenstationen und Schaltanlagen für Verteilnetzbetreiber und Industrie. Ganzheitliche Lösungen für den konventionellen und intelligenten Netzausbau sind die Herausforderung und das Ziel des Unternehmens. 45 Jahre Projekterfahrungen, enge Partnerschaften mit namhaften Komponentenherstellern und wissenschaftliche Zusammenarbeit sind dabei die Grundlage jeder Lösung. Das Ingenieurbüro Pfeffer ist zudem kompetenter Berater und Partner für alle, die sich den Herausforderungen an intelligenten Stromnetzen stellen müssen. www.ipi-online.de JEAN MÜLLER ist führender Anbieter für sicherungsbehaftete Schaltgeräte, Sicherungen und Gehäusetechnik für die Niederspannungsverteilung. Am Stammsitz Eltville im Rheingau entwickeln, fertigen und vertreiben über 500 Mitarbeiter Geräte für Energieversorger, Schaltanlagenbauer und große Anbieter elektrotechnischer Produkte in Europa, Asien, Neuseeland und weltweit. Die Geräte erfüllen alle Technologiestandards hinsichtlich operativer Zuverlässigkeit in Bezug auf Personen-, Bedien- und Betriebssicherheit. Dabei werden Fragestellungen hinsichtlich der Umwelt-, Energie- und Informationssicherheitspolitik, der Produkt- und Dienstleistungsqualität und solche des Arbeits- und Gesundheits-schutzes umfänglich mit einbezogen. Um den Stand der Technik nicht nur zu erfüllen, sondern diesen sogar zu prägen arbeitet JEAN MÜLLER in Normungsgremien und Arbeitskreisen national und international mit. www.jeanmueller.de Die QGroup GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main wurde 1993 gegründet und bietet seit dem Jahr 2000 (Hoch-)Sicherheitsprodukte für Unternehmen, Behörden und den Militärbereich an. Die IT-Lösungen der QGroup, wie etwa Trusted Server oder biometrische 3-faktor Authentifizierungslösungen dienen der State of the Art Abbildung kritischer Sicherheitsanforderungen und schließen dabei die verbliebene Sicherheitslücke klassischer IT zwischen Kernel und Plattform. QGroup ist ein etabliertes Kompetenzzentrum für Hochverfügbarkeit und Center of Excellence für Multilevel IT-Sicherheit und damit einhergehend Resilienz, harte Segregation und Sicherheitsfundamente. Sie rundet ihr Portfolio mit diversen qualifizierten Security Operation Services für ihre Kunden ab. Die QGroup GmbH engagiert sich besonders in hessischen, aber auch in deutschen und internationalen Verbänden, wie u.a. House of Energy, House of IT, Cyber Alliance, Teletrust und Afcea. www.qgroup.de Tractebel bietet als aktiver Treiber der Energiewende umfassende Engineering- und Beratungsleistungen über den gesamten Lebenszyklus seiner Projekte, einschließlich Entwicklung und Projektmanagement. Als eine der größten Ingenieurgesellschaften der Welt mit mehr als 150 Jahren Erfahrung ist es unsere Mission, die Welt von morgen aktiv mitzugestalten. Mit rund 5.000 Experten und Niederlassungen in 33 Ländern erarbeiten wir multidisziplinäre Lösungen in den Bereichen Energie, Wasser und Infrastruktur. Im Dezember 2014 hatte Tractebel mit Sitz in Brüssel die Lahmeyer Gruppe erworben, 2019 hat sich Lahmeyer International in Tractebel Engineering GmbH umbenannt. www.tractebel-engie.de Erstes Gruppenfoto zum Projektauftakt vor der Ortsnetzstation des Ingenieurbüro Pfeffer GmbH. Von links: Simon Plützer, Ingo Jeromin, Christoph Krauß, Till Neukamp, Athansios Krontiris Kassel, 22. Januar 2026 – Durch die Implementierung von Smart Grids reduziert sich der Netzausbau. Allerdings fallen große Mengen an Daten an, die zu erfassen, zu verarbeiten, sicher weiterzuleiten und zu nutzen sind. Bei dieser neuen Aufgabe im Niederspannungsnetz setzt das Projekt SGLive an. Im Smart Grid LAB Live dreht es sich drei Jahre um die Digitalisierung der Verteilnetze. Das neue Projekt wird vom Land Hessen mit rund einer Million Euro aus EU-Mitteln kofinanziert und vereint die Expertise von drei Partnern: der Hochschule Darmstadt (Projektleitung), dem Ingenieurbüro Pfeffer sowie dem House of Energy . Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt „Smart Grid LAB Hessen“ wird das bestehende Labor von der Hochschule Darmstadt um aktive und sichere Steuerungsverfahren sowie resiliente Betriebskonzepte erweitert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung einer Cyber-Sicherheitsarchitektur durch den Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt. Diese basiert auf innovativen Methoden zur Angriffserkennung und Langzeitsicherheit, wie etwa Kryptoagilität. Die Konzepte und Methoden werden anschließend im Labor implementiert und evaluiert. Das Ingenieurbüro Pfeffer entwickelt darauf basierend ein Geschäftsmodell zur ganzheitlichen Digitalisierung von Ortsnetzstationen , um die Visualisierung und Steuerung des Verteilnetzes zu ermöglichen. Ein Projektbeirat mit Vertretern von Verteilnetzbetreibern, Bundesnetzagentur, VDE, BDEW sowie Unternehmen aus den Bereichen Digitalisierung und IT-Sicherheit, den das House of Energy ins Leben ruft und betreut, stellt den Praxisbezug und die spätere Umsetzbarkeit sicher. Ziel des Projekts: Ein umfassendes Konzept zur Transformation des passiven Niederspannungsnetzes hin zu einem aktiv steuerbaren und resilienten Smart Grid. Sowohl die Betriebsführung als auch Smart Metering sind Teil der Untersuchungen. Das Projekt verfolgt vier Arbeitsziele: Neue Ansätze zum resilienten, optimierten, datengetriebenen Betrieb von Stromnetzen unter Einbindung regenerativer Energien und Sektorenkopplung Cyber-Sicherheitslösungen für ein resilientes Verteilnetz unter Einbindung von Messung und Zählung Umsetzung, Integration und Evaluation im Labor unter realitätsnahen Betriebsbedingungen Ableitung von Geschäftsmodellen In enger Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Pfeffer identifizieren die Wissenschaftler des Fachbereichs Elektro- und Informationstechnik den Nachrüstbedarf für das Labor. Es gilt nicht nur ein Konzept zu implementieren, welches in Engpässen abregelt. Die Hochschule erarbeitet auch, wie Engpässe vermieden werden, indem aktiv im Vorhinein geregelt wird. Flexsumer sind somit nicht in ihrem Komfort eingeschränkt. „Die Ortsnetzstation wird also zum „Vorposten der Leitwarte“ aufgerüstet. Dieser soll eigenständig die anfallenden Daten aggregieren, bewerten und Empfehlungen an die Leitwarte geben. Dabei reduziert sich die Kommunikation auf das wesentliche und die Leitwarte wird maximal entlastet.“ bekräftigt Prof. Dr. Ing. Jeromin aus dem Fachbereich Elektro- und Informationstechnik an der Hochschule Darmstadt. Zudem ist der Fachbereich EIT für die Implementierung, Evaluation und Zuverlässigkeitsanalyse der entwickelten Konzepte verantwortlich. Der Fachbereich Informatik prüft und identifiziert den Nachrüstbedarf aus Sicht der Cyber-Sicherheit. Es werden Fragestellungen der Authentifizierung und Autorisierung beantwortet sowie Sicherheitskonzepte umgesetzt, welche aufrüstbar für zukünftige Standards sind. Die Informatiker entwickeln Cyber-Sicherheitslösungen für ein resilientes Verteilnetz, und gestaltet daraus eine umfassende Sicherheitsarchitektur, die implementiert und evaluiert wird. Das Ingenieurbüro Pfeffer rüstet die bestehende Infrastruktur des Smart Grid LAB entsprechend der Projektanforderungen vor Ort nach. Daraus ergibt sich die technische Basis für die benötigte Datenerfassung, Visualisierung, Auswertung, um Mehrwert für die Verteilnetzbetreiber zu schaffen. Außerhalb des Projektvolumens stellt das Ingenieurbüro Pfeffer seine Räumlichkeiten und Infrastruktur zur Verfügung. Zur Infrastruktur zählen unter anderem eine eigene Ortsnetzstation, PV-Anlage, Batteriespeicher und E-Ladestationen. Sophia Pfeffer betont die Chancen und den Mehrwert des Projekts: „Das Projekt SGLive ist für uns eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Die Zusammenarbeit mit allen Akteuren im Projekt ist gleichermaßen spannend und motivierend. Wir werden wertvolle neue Erkenntnisse gewinnen und einen zusätzlichen Mehrwert aus den erhobe-nen Daten schaffen. Für unsere Kunden bedeutet dies, dass wir gemeinsam am Puls der Zeit arbei-ten und die sich rasant wandelnden Anforderungen an Funktionalität, Normen- und Gesetzeskon-formität sowie Betriebssicherheit verstehen.“ Das House of Energy verankert als Multiplikator das Projekt und die Ergebnisse auf fachlicher und öffentlicher Ebene. Es initiiert einen Projektbeirat, in dem verschiedene Expert:innen die Erkenntnisse des Projekts diskutieren. Zudem steuert das House of Energy die Aktivitäten zur Übertragbarkeit, wie Publikationen und Veranstaltungen. Geschäftsführer des House of Energy Prof. Dr. Peter Birkner ergänzt: „Es ist großartig zu sehen, wie das Smart Grid LAB immer mehr zum Zentrum für wegweisende Entwicklungen wird. Auch unser Projekt TOTUS ist hier zu erwähnen.“ Kontakt H ouse of Energy Kommunikation Ivonne Müller Tel: 0561-51005-325 E-Mail: i.mueller@house-of-energy . org Projekt Anja Schaldach Tel.: 0561-51005-336 E-Mail: a.schaldach@house-of-energy . org Die Hochschule Darmstadt ( h_da) ist eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften bundesweit, mit aktuell über 340 Professoren in 12 Fachbereichen mit mehr als 80 Studienangeboten. Die h_da ist seit 2017 „Innovative Hochschule“ (Exzellenzinitiative für HAWs) und betreut Doktoranden u.a. im Promotionszentrum Angewandte Informatik und Promotionszentrum der Nachhaltigkeit. Die Forschungsgruppe daFNE (Darmstädter Forschungsgruppe für Nachhaltige Energiesysteme) ist am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule Darmstadt (h_da) angesiedelt. Sie befasst sich u.a. mit Fragestellungen aus der elektrischen Energieversorgung sowie nachhaltigen Energiesystemen und forscht gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Industrie oder anderen Forschungseinrichtungen. Das Einbinden von Studierenden, sei es für Abschlussarbeiten oder aktive Mitarbeit in der Forschung im Rahmen von HiWi-Anstellungen, spielt eine große Rolle. Die Forschungsgruppe daFNE in Person von Prof. Ingo Jeromin und Prof. Athansios Krontiris hat das Vorgängerprojekt „Smart Grid LAB Hessen“ geleitet und gemeinsam mit dem House of Energy initiiert. Die Forschungsgruppe Applied Cyber Security Darmstadt , geleitet von Prof. Dr. Krauß und Prof. Dr. Wiesmaier, ist Mitglied im ATHENE-Zentrum und forscht u.a. an den Themen angewandte Kryptografie, Netzwerksicherheit, Resilienz und Protokollsicherheit in den Bereichen Automotive, Railway, Computernetzwerke, IoT und Cloud. Aktuelle Forschungsprojekte betrachten bspw. PQC in elektronischen Ausweisdokumenten (ATHENE-Projekt QR-PACE) oder Resilienz Safety-kritischer Systeme (DFG-Projekt RESURREC). Das Ingenieurbüro Pfeffer GmbH mit Sitz in Rödermark plant, projektiert und vertreibt schlüsselfertige Lösungen für alle Arten von Transformatorenstationen für Energieversorger, Netzbetreiber und Industrie. Zudem erweitert und saniert das Ingenieurbüro bestehende Stationen und liefert alle dazugehörigen Komponenten. Lagerhaltung ermöglicht kurzfristigen Zugriff und schnelle Lieferzeiten. Die entwickelten Lösungen sind immer auf dem aktuellen Stand der Technik, Normen und Gesetze. Langjährige Erfahrungen und die Vielzahl der abgewickelten Projekte garantieren den Kunden Planungssicherheit. Die enge Zusammenarbeit mit Industrievertretungen und Partnerunternehmen ermöglicht wirtschaftliche Konditionen. Das Ingenieurbüro Pfeffer handelt zukunftsorientiert. Die Herausforderung: Das Energieversorgungsnetz im Wandel, veränderte Anforderungen der Politik, neue Richtlinien, Gesetze und Normen. Das Team stellt sich diesen Herausforderungen mit stetiger Erweiterung der Ingenieurdienstleistungen, dem Ausbau der Partnerschaften und der Zusammenarbeit mit Hochschulen. House of Energy e. V. mit Sitz in Kassel versteht sich als „Denkfabrik“, die von Wirtschaft, Wissenschaft, Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie der hessischen Landesregierung getragen wird. Das Netzwerk arbeitet transdisziplinär und unterstützt die Energiewende in Hessen konzeptionell und wissenschaftlich. Als Kompetenzzentrum, Kommunikations-, Koordinations- und Wissenstransferplattform initiiert und begleitet das House of Energy zukunftsweisende Projekte mit technologischem Schwerpunkt.